Epischer Trip: Bikepacking in Slowenien

Posted on 25/11/2019

ViewRanger hilft Abenteurern auf der ganzen Welt, atemberaubende Orte zu entdecken. Wir sprachen kürzlich mit Hetty Key über ihren Bikepacking-Trip durch Slowenien, eine abenteuerliche Fahrt auf kleinen Schotterstraßen und einspurigen Wegen. Sie war 14 Tage lang mit dem Fahrrad unterwegs und hat dabei über 640 km durch idyllische Dörfer und üppige Wälder und entlang kristallklarer Gewässer am Fuß von schneebedeckten Gipfeln zurückgelegt.

 

ViewRanger: Wir haben gerade gehört, dass Sie ein episches Bikepacking-Abenteuer durch Slowenien zurückgelegt haben. Was hat es damit auf sich? Erzählen Sie uns mehr darüber.

Hetty: Ich fahre schon eine ganze Weile Mountainbike, aber dies war mein erstes Bikepacking-Abenteuer. Es gibt viele Definitionen für „Bikepacking“, aber im Grunde verbirgt sich dahinter eine mehrtägige Reise mit dem Mountainbike, auf der man alles auf dem Rad mitnimmt, was man braucht. Es ist ganz einfach!

Und genau das gefiel mir auch so an der Idee des Bikepackings: Es gibt viele Arten, wie man das anstellen kann und keine starren Regeln. So kann man es ja auch nicht falsch machen, oder!?

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Warum Slowenien?

Ich hatte zwei Wochen Urlaub und wollte unbedingt an einen Ort, der ganz anders und abenteuerlich war. Da bot sich Slowenien an, denn es erfüllte genau diese Anforderungen und passte auch in mein Budget. Sobald sich die Idee einmal in meinem Kopf manifestierte, begann ich, immer mehr über dieses wunderbare Land zu lesen. Und je mehr ich darüber herausfand, desto aufgeregter wurde ich. Jeder, mit dem ich sprach und der bereits dort gewesen war, schwärmte davon. Und jetzt zähle ich auch dazu!


Waren Sie allein unterwegs, oder mit einem Freund/einer Freundin oder einem Wanderführer?

Ich habe mich zusammen mit meinem Freund Tom auf den Weg gemacht. Wir sind beide begeisterte Mountainbiker, aber haben noch nie so etwas Derartiges unternommen. Allerdings sind wir bekannt dafür, in unseren Urlauben verrückte oder recht ehrgeizige Dinge zu unternehmen!

Da bei Tom wichtige Prüfungen anstanden, überließ er die gesamte Planung, Vorbereitung und Navigation mir. Seine einzige Bedingung war, dass es ein entspannter Urlaub werden sollte ... Ich habe gewartet, bis wir im Flugzeug saßen, bevor ich ihm das Routenprofil gezeigt habe!

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Bikepacking ist gerade sehr angesagt und wird immer beliebter. Mit welchem Bike und welcher Ausrüstung waren Sie unterwegs?

Ich hatte mich für mein bewährtes Bike mit ungefedertem Hinterrad (ein Trek Superfly 5) entschieden. Es ist nicht das neueste Modell, aber war für diesen Trip sehr gut geeignet. Außerdem habe ich es im Laufe der Jahre irgendwie in mein Herz geschlossen.

Am Bike selbst hatte ich ein 9-Liter-Handlebar-Pack, ein 4,5-Liter-Accessory-Pack, ein 1-Liter-Top-Tube-Pack, ein 14-Liter-Saddle-Pack und einen 25-Liter-Rucksack. So kann man schon eine ganze Menge Ausrüstung transportieren ... Meine komplette Packliste befindet sich auf meiner Website..


Wie viel hat Ihre gesamte Ausrüstung gewogen?

Ich hatte meine Taschen am Ende doch nicht mehr gewogen (zu diesem Zeitpunkt wollte ich es auch gar nicht wissen!), aber ich würde schätzen, dass es ungefähr 10 kg waren. Es ist schwierig für mich zu beurteilen, ob das viel oder wenig ist, aber so, wie es auf dem Bike verteilt war, fühlte es sich okay an.

Hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer: Es gibt daher einige Dinge, die ich besser zu Hause hätte lassen oder eine leichtere Variante dafür finden sollen. Aber andererseits mag ich es auch überhaupt nicht, wenn ich Hunger habe oder mir kalt ist!

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Wie weit sind Sie pro Tag gefahren? Ist es dort bergig? Gibt es Schotterstraßen?

Ursprünglich hatte ich für jeden Tag eingeplant, ca. 65 km zu fahren. Allerdings fand ich ziemlich schnell heraus, dass das zwar möglich, aber nicht sehr vernünftig war! Schließlich musste ich auch noch wieder heil und ganz nach Hause und zurück in meinen Job. Daraufhin habe ich die Route angepasst und um knapp 130 km verkürzt. So konnten wir je einen Ruhetag in Piran und Ljubljana einlegen.

Was das Gelände anging: Größtenteils fuhren wir auf Schotterpisten, Holzfällerpfaden und einspurigen Strecken, die alle sehr hügelig waren! Pro Tag standen mindestens über 900 m Steigung auf dem Programm. An einem Tag meisterten wir sogar über 3.350 m, aber das war echt hart!bikepacking in slovenia3.jpg

In jedem großen Abenteuer gibt es eine unerwartete Wendung. Irgendwelche verrückten Geschichten, die Sie gerne mit uns teilen möchten?

Überraschenderweise verlief der Großteil der Reise nach Plan. Allerdings leisteten wir uns nach ungefähr der Hälfte der Strecke einen Umweg, um uns einen Ruhetag an der Küste zu gönnen. Als wir dabei durch ein Industriegebiet fuhren, hatte ich die Idee, dass wir doch besser dem Radweg folgen sollten. Allerdings wusste ich nicht, dass der uns direkt auf eine Schnellstraße bringen würde ... Rückwärtsgang!!!


Auf so einer Reise haben Sie bestimmt Unmengen an Kalorien verbrannt. Haben Sie außergewöhnliches Essen probiert?

Ja, das ist das Wunderbare an diese Art von Urlauben – man kann essen, was man will! Das Essen in Slowenien war fantastisch. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Stil der Küchen so unterschiedlich war, abhängig davon, wo wir waren. Auf diese Weise konnten wir viele verschiedene Dinge probieren. In den Bergen standen sehr oft deftige Speisen wie Gulasch und Eintöpfe auf der Speiseliste. Je mehr wir uns dann der italienischen Grenze näherten, desto öfters aßen wir Pasta und Pizza. Und an der Küste gab es dann frische Meeresfrüchte und Fisch. Alles sehr köstlich!

Aber was das „interessanteste“ Essen angeht ... Das waren wahrscheinlich die Dinge, die wir selbst auf unserem kleinen Campingkocher gezaubert haben – obwohl interessant hier nicht unbedingt positiv zu verstehen ist!

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Die Logistik bei so einem Trip im Ausland muss recht schwierig sein. Wie haben Sie die Planung durchgeführt?

Das hat Stunden in Anspruch genommen! Allerdings muss gesagt werden, dass ich das Planen liebe. Daher könnte man es wahrscheinlich schneller erledigen, als ich dafür gebraucht habe.

Der Routenplaner von ViewRanger (auf dem Desktop) war mein zentraler Speicherpunkt für all meine Informationen. Meine Route habe ich anhand von GPX-Dateien, die ich online gefunden hatte, und mit Informationen aus anderen Blogs und Reiseberichten zusammengestellt. Ich habe dies alles mit den Kartendaten verknüpft, die in der App verfügbar waren. Sobald all diese Vorarbeiten erledigt waren, habe ich die Karten auf mein Telefon geladen und all die POI (Points of Interest) hinzugefügt, die wir besuchen wollten, sowie Supermärkte, Bike-Läden und Stopps für Wasser. Zum Schluss musste ich dann nur noch sicherstellen, dass all meine Karten auch offline verfügbar waren. Danach war ich ihm Hinblick auf die Route gut vorbereitet. Im nächsten Schritt musste ich mich mit anderen logistischen Fragen auseinandersetzen, wie das Packen und dem Transport meines Bikes im Flugzeug ...

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Wie haben Sie ViewRanger genutzt?

ViewRanger war für meinen Trip wirklich unerlässlich, ohne hätte ich es nicht geschafft!

Ich hatte alle Daten auf mein Telefon geladen und sie waren so offline verfügbar. Um Akku zu sparen, habe ich es im Flugzeugmodus betrieben. Das Telefon befand sich in einer wasserdichten Tasche an meiner Lenkstange. Jeden Tag startete ich auf meiner erstellten Route einen neuen Track. So war die Navigation nicht nur sehr einfach (sobald ich es schaffte, gleichzeitig die Karte zu lesen und ein beladenes Bike fahren!), sondern es bedeutete auch, dass wir völlig problemlos von unserer ursprünglichen Route abweichen konnten, wenn wir das wollten.

Eines der nützlichsten Dinge für mich war es, verschiedene Kartentypen verfügbar zu haben: the Die Karten der Behörde für die Vermessung und Kartierung von Slowenien waren für die Offroad-Abschnitte unerlässlich, während die Landschaftskarten von ViewRanger und die OpenCycleMap für die Straßenabschnitte am besten geeignet waren.

Vor dem Trip hatte mir die Akkudauer Kopfschmerzen bereitet. Allerdings war ich sehr beeindruckt davon, dass ich 12 Stunden lang fahren konnte, bevor ich mein Telefon wieder mit der Powerbank aufladen musste.

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Wohin geht denn jetzt das nächste Abenteuer?

Das ist eine schwierige Frage – es gibt SO viele Orte, die ich gerne sehen möchte! In diesem Sommer würde ich gerne mehrere 2- oder 3-tägige Bikepacking-Trips durch Großbritannien unternehmen. Beim Blick in die große, weite Welt vergisst man oft, was direkt vor der eigenen Haustür liegt.


Wenn Sie jetzt auch Lust haben, Slowenien zu erforschen, können Sie über diesen Link hier auf die ViewRanger-Karten zugreifen, die Hetty genutzt hat.
 
HETTY FOLGEN
Persönliche Website: http://www.mudchalkandgears.com/
 

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